Schwein gehabt...

17.11.16

"ScAgrarunimoghwein gehabt", das können mit Fug und Recht die Aktiven des Vereins Historische Landmaschinen Diedenbergen am kommenden Mittwoch, 23. November, von sich sagen, wenn sie vom Stammtisch nach Hause gehen.
Der findet an diesem Tag ab 18 Uhr - unabhängig vom Wetter -  im Bauwagen auf dem Vereinsgelände statt.
Der Bullerofen ist aufgeheizt und auf ihm steht ein großer Topf mit "Bäckchen", die Johann Wirschinger zubereitet hat und serviert. Diese hessische Spezialität ist wahrlich eine Delikatesse - manche behaupten sogar, das ist das Leckerste, was so ein Wutzchen nach seinem Ableben zu bieten hat.
Fest steht, dass die Diedenberger Traktorgemeinde nicht nur Meister der Schraubenschlüssel sind, sondern auch die Gemeinschaft pflegen, denn spätestens, wenn Gabel und Messer aus der Hand gelegt sind, beginnt das Fachsimpeln und das Schmieden vvon Zukunftsplänen.

Zum Abschluss geht es zum Federweißenfest

27.10.16

AbschlussfahrtMittlerweile ist es schon Tradition. Die Traktorsaison endet mit einer Ausfahrt nach Rüdesheim.
Auch diesmal scheint Petrus den Dieselfreunden aus Diedenbergen wohl gesonnen zu sein - der Wetterbericht meldet, dass die Himmelsschleusen geschlossen bleiben. Was allerdings nichts über die Temperaturen sagt. Erfahrungsgemäß ist die rund zweistündige Anfahrt ziemlich frostig. Da helfen nur dicke Klamotten und eine gute Kopfbedeckung.

Warm wird es den Teilnehmern der Abschlussfahrt dann beim Glühwein in Rüdesheim. Die schöne Atmosphäre des Festes und auch das gute Speisenangebot machen dann Lust auf die Ausfahrt durch die Weinberge, die bei klarer Witterung einen herrlichen Blick über den Rheingau ermöglicht.

Am frühen Nachmittag geht es dann zurück nach Diedenbergen, wo Bertram in seiner Scheune zum deftigen Abschlussschmaus einlädt.

Wer mitfahren möchte, muss am Sonntag, 30. Oktober, allerdings früh aufstehen: Um 8.00 Uhr startet der Tross in Richtung Rheingau. Treffpunkt ist der Parkplatz am MSC-Stadion.

Der Unimog feiert seinen 70. Geburtstag

14.10.16

AgrarunimogBei unserer diesjährigen Schwarzwaldfahrt waren wir zu Besuch im Unimogmuseum in Gaggenau. Ein ganzer Tross von Journalisten bevölkerte an diesem Tag das Museum. Im Mittelpunkt natürlich der Unimog, der in diesem Jahr seinen 70. Geburtstag feiern konnte. Einer der Journalisten hat in der FAZ nun seinen Bericht veröffentlicht. Man kann ihn hier lesen.

Jahresfahrt 2016 führt in den Schwarzwald - Ein Reisebericht

12.09.16

Plakat LMT 2016Fähre bei Ladenburg

Herrlicher Sonnenschein und gute Laune - die Jahrestour der HLD-Crew in den Schwarzwald hat bestens begonnen. Der Start war zwar etwas holprig - schon in Diedenbergen ist der Tross abgerissen und so sind zwei Kolonnen auf unterschiedlichen Strecken in Richtung Groß-Gerau gefahren. Kein Problem - jeder hatte die Fahrroute und bei Gernsheim wurde dann das Wiedersehen gefeiert. Von da an war alles in Ordnung und Leimen-St. Ilgen gegen 18.30 Uhr erreicht. Sechseinhalb Stunden reine Fahrzeit, der Rest waren Pausen. Beispielsweise vor der Neckarfähre in Ladenburg, wo es fast ein dreiviertel Stündchen dauerte, bis alle Gespanne die Uferseite gewechselt hatten. Ein tolles Schauspiel für die vielen hundert Zuschauer an den Ab- und Anlegestellen.
Wie immer hatten Gabi und Jürgen in Siggi Heimatort St.Ilgen bestens für die HLD-Mannschaft gesorgt. Gegrilltes und ein kühles Bierchen sorgten für neue Lebenskraft und natürlich auch für einen gesunden Schlaf. Hinter uns liegen 108 Kilometer
Am Montag morgen führte die Strecke auf kleinsten Straßen und Feldwegen durch den Kraichgau nach Sinsheim-Dühren zum Bauernhof der Famile Roth, wo wir bis Dienstagmorgen Station machen. Von St. Ilgen nach Dühren führte die Fahrtstrecke 28 Kilometer durch das malerische Leimbachtal. Der Übernachtungsplatz ist übrigens besonders komfortabel - wir stehen in Bernds Maschinenhalle, die er extra für uns ausgeräumt hat.

Mehr Funklöcher als Tannenbäume

15.09.16

Mannschaftsbild JahresfahrtSeit unserem Besuch bei Gabi in Heidelberg haben wir jede Menge erlebt - nur auf der Homepage des HLD ist davon nichts zu lesen. Der Grund: Im Schwarzwald ist die Netzabdeckung ziemlich lückenhaft, aber das kennen wir ja schon von unserer Gotthard-Tour. Heute stehen wir in Alpirsbach - und hier gibt es WLAN.
Am Montagmorgen sind wir nach zwei Stunden Fahrzeit in Sinsheim auf dem Hof von Siggis Cousin Bernd angekommen. Ein herzlicher Empfang durch die ganze Familie, die keine Mühe scheut, uns den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. Die Landwirtschaftsmaschinen müssen eine Nacht im Freien verbringen - dafür zieht der ganze Tross in die Halle ein und ist vor der prallen Sonne geschützt. Der Grill wird angeheizt und auf dem Tisch stehen leckere Salate - alle hausgemacht. Klar, dass der Abschied am Dienstagmorgen schwer fällt. Ein herzliches "Dankeschön", dann geht es um sieben Uhr (!) auf die Piste.
Jutta und Bodo
Vor uns liegen 86 Kilometer bis Gaggenau, wo das Ziel Unimogmuseum heißt. Die Mitarbeiter dort sind die Herzlichkeit persönlich und reißen sich ein Bein aus, um uns unterzubringen, obwohl sie eigentlich keine Zeit haben, weil ein riesiges Journalistenevent von Mercedes durchgeführt werden muss. Trotz all dem Trubel dürfen wir mit dem Unimog über das Gelände fahren. 100 Prozent Steigung, Fahrt über Treppen ... eine Achterbahn ist Pipifax!!!
Ein einmaliges Erlebnis ist auch die fachkundige Führung durch das Museum. Unser Tipp: Unbedingt mal hinfahren und den Unimog live erleben!!! Zum Schluss noch ein Spezialservice - wir bekommen einen Vorspann, der uns auf die richtige Strecke bringt, Gruppenfoto inklusive.

Plakat LMT 2016Plakat LMT 2016

 

Plakat LMT 2016
Einen Wermutstropfen gibt es allerdings dann doch: Manuela verknackst sich den Fuß. Zittern, ob sie weiterfahren kann, aber das Mädel ist eisenhart. Stützschuh und Krücken, dann sitzt sie wieder auf dem Bock.
Wir kommen erst um 12 Uhr weg und deshalb planen wir kurzerhand die Strecke um, damit wir nicht zu lange fahren müssen. Neues Ziel: Herrenwies an der Schwarzbachtalsperre. Ein entspannte Fahrt über kleine Straßen in einer wunderschönen Landschaft. Die Sonne begleitet uns auch heute. Roland kommt endlich zu seinem Kuchen und ist glücklich.
In Herrenwies wollen wir uns in einem nahegelegenen Gasthaus erholen. Die vollkommen überforderte Bedienung kriegt es aber nicht geregelt - und wir kehren mit knurrendem magen auf den Campingplatz zurück. Gott sei dank haben wir Vorräte. Der Abend wird lang und hart. Ein schweizer Ehepaar gesellt sich zu uns. Es wird viel geredet und gelacht - die Kiste Bier ist schnell leer, der Nachschub rollt und die Flasche Williams gibt auch keinen Tropfen mehr her...
Am Morgen sind aber alle fit und um 9 Uhr wird gestartet. Ziel ist Alpirsbach. Der Tross tuckert langsam über die Schwarzwaldhöhenstraße, die erstaunlich wenig Verkehr hat. Herrliche Ausblicke in das Rheintal belohnen uns. Wir lassen uns Zeit und die Durchschnittsgeschwindigkeit beträgt gerade mal 10 Kilometer. Zugeben, die Schleichfahrt hat einen banalen Grund. Der Lenker des führenden Traktors träumt wohl vom Schwarzwaldmädel und hat vergessen in den vierten Gang zu schalten. Immerhin, nach 20 Kilometern fällt der Fehler auf. Und es geht mit normaler Marschgeschwindigkeit weiter.
Unterwegs verlieren wir Erwin und Jutta. Der kleine Hanomag bleibt liegen. Ebbe im Tank, den Tankstellen gibt es weit und breit nicht. Ein Baustellenarbeitet hilft aus und zapft den Tank seines Radladers an. Ein paar Huster, dann nimmt die "Nähmaschine" wieder Fahrt auf. Alpirsbach erreichen wir wieder gemeinsam - erwin stößt in dem Moment auf uns, als wir in den Campingplatz einbiegen. Hier werden wir zwei Nächte bleiben, die Stadt und die Brauerei besichtigen, bevor wir morgen früh nach Königsfeld weiterfahren.

Herzlicher Empfang bei den Bulldogfreunden Weiler

18.09.16

Langweilig ist uns in Alpirsbach nicht. Nach einem reichhaltigen Frühstück machen wir uns zu Fuß auf in die Stadt. Ein ziemlich anstrengender Fußmarsch, aber das Ziel lohnt die Mühe: Die Alpirsbacher Klosterbrauerei. Dort nehmen wir an einer unterhaltsamen Führung teil und probieren den Gersten- und Weizensaft. Die Krönung ist allerdings die Schwarzwälder Kirschtorte, zu der Roland die Mannschaft einlädt.
Manuela FußZu Fuß geht es zurück zum Campingplatz – die immer noch fußkranke Manuela genießt den Fahrservice von Bodo, der mit seinem Schlepper die Altstadt unsicher macht und der immer wieder auf Menschen stößt, die er mit seinem nimmer stehenden Mundwerk unterhalten kann. Zum Abendessen gibt es Hirschbraten vom Campingplatzwirt zubereitet- Lecker!
Nach Weiler bei Königsfeld sind es laut Karte nur 30 Kilometer. Also lassen wir uns am Samstagmorgen Zeit und verlassen das Schwarzwaldstädtchen erst gegen 10 Uhr. Bei den Bulldogfreunden in Weiler sind wir gegen 15 Uhr angemeldet. Eine ausgiebige Mittagspause auf einem Höhenrücken mit traumhafter Aussicht zeigt uns die Schönheit des Schwarzwaldes. Vor uns liegen nur noch 4 Kilometer – denkste: Die Schwarzwälder Straßenbauer tragen wohl einen Wettbewerb aus, wer die meisten Straßen aufreissen kann. Eine Sperrung nach der anderen. Die Umleitungsstrecke ist mehr als großzügig. Wir umkreisen die Baustelle auf einer Zwölfkilometer-Strecke (!) und kommen glatt eine Stunde zu spät.
Die Begrüßung bei den Bulldogfreunden am Samstagmittag ist mehr als herzlich – es ist fast, als ob man schon lange miteinander bekannt ist. Siggi und Markus Hofmann kennen sich vom Schäferwagenbau und hatten einen lebhften Mailaustausch. Er hat dem Bauern die Pferdeweide hinter seinem Haus für ein Wochenende abgeschwätzt und dort steht schon ein Bauwagen. Die Familie hat die Sanitäranlagen im Keller für uns reserviert und es gibt auch Strom. Ach so, der kleine Ort Weiler hat sogar Internet. Im Schwarzwald eine echte Rarität.
Nach und nach trudeln die Bulldogfreunde mit ihren Treckern ein und der Vorsitzende des Vereins, Uwe Kammerer, gegrüßt uns herzlich. Die Überraschung ist perfekt, als Markus uns ein Glas MM-Sekt kredenzt und einen Brief vom Delkenheimer Pfarrer Imre Istvan verliest, in dem er uns eine gute Reise wünscht. Den Sekt hat Patre mit einem beiliegenden Scheinchen bezahlt. Ein dickes Dankeschön an Imre, der heute mit den Delkenheimern die Kerb feiert – hoffentlich mit besserem Wetter als bei uns, denn hier regnet es in Strömen.
Grillabend Weiler
Den Abend verbringen wir mit den Bulldogfreunden, die ein leckeres Grillbuffet mit tollen Salaten aufgebaut haben. Dazu das süffige Schwarzwald-Bier. Herz was begehrst Du mehr…
Grillabend Weiler

 

Den Regensonntag hab enwir in Weiler verbracht. Mit den Bulldogfreunden haben wir einen Ausflug in die Gegend gemacht. Über Waldwege in die schönsten Täter des Schwarzwaldes un din die urigsten Gaststättem. Gewaltige Schwarzwälderkuchen-Stücke  und leckere Jausenbretter. Sagenhaft, was der Verein auf die Beine stellt!
Morgen soll es angeblich wieder trocken sein und dann ist unser Ziel Nagold.
Fotos gibt es erst wieder, wenn wir ein örtliches WLAN haben - hier werden die Bits und Bytes zu Fuß ins Netz getragen.

Ein Unfall ohne große Folgen

21.09.16

Regen
Den sonntäglichen Ruhetag in Weiler haben wir in vollen Zügen genossen. Die Bulldogfreunde haben uns in ihre Autos gesetzt und sind bei strömendem Regen mit uns die Strecken gefahren, die sie bei ihren Ausfahrten nehmen. So kann man den Schwarzwald nicht von der Straße erleben, denn Feld- und Waldwege führen auf schmalen Pfaden zu urigen Gaststätten, wo wir all die Spezialitäten genießen, die dieser Teil Deutschlands zu bieten hat.
Apropos „U(H)RIG“: Wir haben auch die größte Schwarzwalduhr der Welt besucht. Holzräder im Meterformat und ein Kuckuck, der gut und gerne Adlergröße hat. Nochmals ein dickes Dankeschön an die Bulldogfreunde Weiler!!!
Schaut mal hier.
Klar, dass uns der Abschied von Uwe und Markus schwerfällt, wir müssen aber langsam wieder in Richtung Heimat fahren.  Unser Ziel ist Nagold. Leider haben wir in Fluorn einen Unfall. Eine ältere Dame versucht direkt vor einer scharfen Rechtskurve den Führungstraktor zu überholen. Als plötzlich Gegenverkehr auftaucht, lenkt sie ihren Polo gegen das Gespann. Es knirscht gewaltig und der Polo büßt Kotflügel und Stoßstange ein, aber es wird niemand verletzt.
UnfallBis die Polizei den Unfall aufgenommen hat, verlieren wir gute zwei Stunden. Der Schaden am Hänger ist gering, also geht die Fahrt weiter. Wir wünschen der Fahrerin des Unfallwagens, dass sie den Schreck schnell überwindet und sie sich erholt. Ganz nebenbei: Rührend, wie sich die Polizistin im schönsten Schwarzwälder Dialekt um die verängstigte Fahrerin gekümmert hat. - Die Polizei, Dein Freund und Helfer, hier wird dieser Satz noch gelebt!
Die Fahrt über die Höhen des Schwarzwaldes und das Nagoldtal zieht sich ziemlich hin und wir erreichen den Campingplatz erst gegen 17.30 Uhr. Die Überraschung: Dort gibt es ein Schäferwagenhotel. Die Wagen kann man mieten – vielleicht eine Geschäftsidee für uns?Schäferwagenhotel
Unterwegs haben wir eingekauft und ruckzuck verwandelt sich unser Stellplatz in eine Großküche. Alle packen an und schälen Kartoffeln, Karotten, Zwiebeln und all das, was zu einer  deftigen Gemüsebrühe gehört.
Gemüseputzen
Sogar Bodo, der eigentlich Grünzeug hasst, wie die Pest. Der große Topf mit Eintopf reicht gerade für die Runde – ein Bierchen und ein Schnäpschen, dann klettern wir ins Bett. Wir sind hundemüde und geschafft.
Nach dem Frühstück verlassen wir den Campingplatz relativ spät. Unser Ziel ist Knittlingen-Stromberg. Das Wetter wird immer besser – am Nachmittag reißt der Himmel auf und verwöhnt uns mit warmen Sonnenstrahlen. Obwohl wir kleine und kleinste Straßen fahren, ist dieser Tourabschnitt anstrengend. Die von uns gewählten Straßen sind Bedarfsumleitungen für Lastwagen, weil im Nagoldtal gebaut wird. Man muss höllisch aufpassen, denn die Kapitäne der Landstraße haben es eilig und nutzen jede Gelegenheit zum Überholen. Mehr als einmal müssen wir bremsen, damit sich sich Riesenkästen in die ohnehin große Lücken, die wir zwischen den Gespannen lassen, hineinzwängen können. In Illigen ist es dann soweit – der Tross bricht auseinander. Zahllose Ampeln, viel Verkehr und keine Gelegenheit, hinter einer Kreuzung auf den nächsten zu warten. Und so ziehen zwei Trupps mit jeweils vier Gespannen in Richtung Knittlingen. Morgens bei der Fahrerbesprechung wurden Anschrift und Anfahrt des Ziels zu besprochen, deshalb ist es Anno möglich, mit Hilfe des Navis den Platz mit seinen Nachfolgern fast zeitgleich mit den anderen zu erreichen.
BratkartoffelnWir haben uns wieder - darauf ein Schnäpschen und eine leckere Bratkartoffelpfanne mit Pilzen.
Der Platz in Knittlingen ist überaus ruhig und so haben wir eine erholsame Nacht. Rund 60 Kilometer sind es bis Neunkirchen. Im hügligen Kraichgau fahren wir eine Dauer-Achterbahn. Rauf und runter, rauf und runter… Erwins kleiner Hanomag riecht aber Stallluft und klettert unbeirrt die steilen Pisten hinauf. Gegen 17 Uhr haben wir das Ziel erreicht, wo bereits Gertrud ihren Mann und Jutta zusammen mit Nachbarn und Bulldogfreunden  erwartet. Wir werden fürstlich bewirtet. Es gibt Sauerkraut und Rippchen satt. Wir werden wohl wieder ein oder zwei Schnäpschen brauchen…

Quer durch den Odenwald nach Hause

24.09.16

Sonnenaufgang NeunkirchenÜbernachtet haben wir von Mittwoch auf Donnerstag in Neunkirchen. Nach einem wunderschönen Sonnenaufgang und einem ausgiebigen Frühstück haben wir  uns von Jutta und Erwin verabschiedet.
Auf Landes- und Kreisstraßen durchqueren wir den Odenwald. Die Traktoren erklimmen sonnige Höhenrücken, die uns einen weiten Ausblick ins Land bieten, und rollen in tiefe Täler, in deren schattigen Wäldern es ziemlich frostig ist. Verkehr haben wir nur wenig, und so kann jeder die Eindrücke dieser schönen Landschaft auf sich wirken lassen. Gegen 15 Uhr erreichen wir den Terrassencampingplatz in Schlierbach, wo wir mittlerweile ja schon alte Bekannte sind. Die äußerst gepflegte Anlage bietet eine große Fläche, wo wir unsere Wagenburg großzügig aufstellen können.
Den Abend verbringen wir im „Deutschen Kaiser“ bei Odenwälder Spezialitäten: Handkässchnitzel und Lindenfelser Pilz-Pfanne. Dazu natürlich der selbstgekelterte Äppelwoi der Wirtschaft. Gesellschaft leistet uns Willi Schneider von der Schlepperabteilung der IMS. Er erzählt uns von seinen Schlepperreisen mit seinem großen Hanomag, die ihn schon durch ganz Deutschland geführt haben. Sein Robust 800 S ist ein echter Renner – er läuft mehr als 40 KM/h. Da kommen wir natürlich nicht mit – unsere durchschnittliche Reisegeschwindigkeit lag gerade mal bei 12 Kilometern in der Stunde – ohne Pausen!
Schuldorf JugenheimAm Freitagmittag sind wieder daheim!- Etwas müde, denn die Fahrt quer durch dem Odenwald war relativ lang. Wir sind pünktlich um 9 Uhr gestartet und nehmen die letzteEtappe durch den Odenwald. Immerhin gibt es -sozusagen als Highlight - eine Fahrt durch das Schuldorf Jugenheim, genau zur großen Pause. Der im Navi als befahrbar eingezeichnete Feldweg endete mitten auf dem Schulgelände. Pech für uns – Glück für die Kids,denn die Schülerinnen und Schüler haben einen riesen Spaß und die Lehrer auch, schließlich bekommt man ja nicht alle Tage eine fahrbares Traktormuseum zu sehen. Irgedwall kingelt die Glocke und der Schulhof wird wieder leer. Platz zum Drehen und zur Rückkehr auf die Straße in Richtung Diedenebergen.
Mit dem traditionellen Eisbecher in Flörsheim endet unsere gemeinsame Fahrt durch Kraichgau, Schwarzwald und Odenwald. Hinter uns liegen knapp 800 Kilometer, die unsere Maschinen ohne technische Defekte überstanden haben. Ganz im Gegenteil, man hatte fast den Eindruck, dass die Tour ihnen gut getan hat, mal abgesehen von den Reifen, die durch die Straßenfahrt deutlich an Profi verloren haben.
Danken wollen wir an dieser Stelle all denen, die uns unterwegs freundlich begegnet sind, und die uns unterstützt haben. An erster Stelle natürlich den Freunden vom Bulldogclub Weiler bei Königsfeld im Schwarzwald und ihren Familien, Gabi und Jürgen in St. Ilgen für den schönen Grillabend, Bernd und Corina Roth in Sinsheim, die ihren Bauernhof als Raststätte zur Verfügung gestellt haben, Helga und Johannes Meier für das „Frühstück to go“ mit frischen Brezeln und heißem Kaffee in Dühren, dem Team des Unimogmuseums un Gaggenau und den vielen Menschen auf den Übernachtungsplätzen, mit denen wir nette Gespräche geführt haben und die uns auch manchen guten Tipp für die Routenplanung gegeben haben.
Und was machen wir 2017? – Natürlich wieder eine große Ausfahrt mit Schlepper und Schäferwagen. Erste Ideen gibt es schon…

Vereinsnachrichten im Oktober

09.09.16

Plakat LMT 2016

Viel Arbeit liegt hinter uns - viel Arbeit liegt vor uns.

 

Liebe HLD-Mitglieder, Freunde und Gönner,

 

die letzten Wochen waren sehr ereignisreich. Mit großem Erfolg haben wir die Rückkehr des Landmaschinenfestes an das angestammte Gelände an der Speedwaybahn gefeiert. Die vielen Gäste waren rundum zufrieden, vor allem die Übernachtungsgäste von der Aussicht auf Frankfurt begeistert. Riesig gefreut haben wir uns über das Engagement unserer eigenen Mitglieder, die oft auch noch die ganze Familie mit eingespannt haben und die großartige Unterstützung durch die Diedenberger Vereine. Ohne diese Hilfe wäre es praktisch unmöglich, ein solches Fest zu veranstalten. Deshalb an dieser Stelle ein „Herzliches Dankeschön“ für alle, die Zeit und Muskelkraft bereitgestellt haben.

Einige Bilder vom Aufbau und vom Fest haben wir in der Rubrik Bildergalerien eingestellt.
 

Ein rundum gut gelungenes Fest war auch der 1. Hochheimer Pflugtag der Familie Wirschinger. Sie hatte nicht nur die eigene Halle am Rheingaubogen bereitgestellt, sondern auch die Ackerflächen und die gesamte Infrastruktur. Der Besuch war für eine Premiere sehr gut. Viele Gäste kamen am Samstag und verfolgten bei schönem Wetter die Aktivitäten auf dem Acker. Johannes Wirschinger war es sogar gelungen, ein Pferdegespann aufzutreiben, das einen Pflug zog. Ansonsten hatte jeder Gelegenheit, sich auf der Aktionsfläche mit seinem Pflug auszutoben und Erfahrungen zu sammeln. Trotz sehr wechselhaftem Wetter war auch der zweite Tag gut besucht – für uns und die Familie Wirschinger sicherlich Anlass, schon heute an eine Wiederholung im nächsten Jahr zu denken.

 

Jetzt haben wir gefeiert – jetzt wird auch geschafft: Norbert möchte am nächsten Mittwoch, 14. September, gerne die BMX Bahn in Diedenbergen am Schützenhaus mähen. Wer helfen möchte, sollte Freischneider oder Astschere mitbringen.  Beginn ist um 14 Uhr.

 

Am 3. Oktober ist bei Klaus Erhard Oktoberfest ab 20 Uhr. Auch Klaus Ehrhardt ist ein großer Förderer unseres Vereins und hat uns beim Landmaschinentreffen wieder in bewährter Weise unterstützt. Wir brauchen fünf Freiwillige, die Dienst bei der Getränkeausgabe machen. Meldungen bitte an Norbert Müller.

 

Am 8. und 9. Oktober ist Oktoberfest bei der SG Nassau. Karten dafür gibt es ab 23.09. bei Lebensmittel Speer in Diedenbergen. Da die Fußballer uns jedes Jahr bei unserem Fest unterstützen, müssen wir auch da Dienst machen. Freitags und samstags von 22 Uhr bis Ende ist unsere Schicht und benötigt werden drei Helferinnen und Helfer. Freiwillige vor!!!! Meldungenbitte an Norbert Müller.

 

Am 16 Oktober ist auf dem Rosshof in Diedenbergen Fuchsjagd. Ab 11 Uhr geht es auf die Reitstrecke durch die Gemarkung. Anschließend gemütliches Beisammensein. Wer helfen möchte, meldet sich bei Norbert.

 

Unsere Abschlussfahrt führt uns in diesem Jahr am 9. Oktober auf den Rettershof zum Herbstfest  Alle Infos unter http://www.rettershof-kelkheim.de/

 

Geplant  ist auch die fast schon traditionelle Ausfahrt nach Rüdesheim zum Federweisenfest. Für diese Fahr könnt ihr schon mal am Sonntag, 30. Oktober, ein dickes Kreuz im Terminkalender machen. Die Abfahrtszeit geben wir noch bekannt.

   

Am Sonntag, 11. September, starten acht Vereinsmitglieder zur diesjährigen Jahresfahrt durch den Schwarzwald. Berichte gibt es von Zeit zu Zeit auf unserer Homepage.

 

 

   

Eine schöne Herbstzeit

Jahresfahrt führt in den Schwarzwald

05.09.16 Am Sonntag, 11. September, starten die acht Gespanne für die diesjährige Jahresfahrt. Wie es den Teilnehmern unterwegs ergeht und was sie erleben, das kann man auf dieser Seite live erfahren.

Jetzt mit detaillierter Fahrtstrecke

Die schönsten Seiten des Schwarzwaldes werden die Teilnehmer der diesjährigen Jahresfahrt erleben, die vom 11. bis 22. September stattfinden wird. Kreuz und quer durch eines der schönsten Mittelgebirge Deutschlands auf kleinsten und allerkleinsten Straße. Wieder wird die Strecke knapp 900 Kilometer lang sein und eine ganze Menge Sehenswürdigkeiten berühren. Unter anderem werden das Technikmuseum in Sinsheim, das Unimogmuseum in Gaggenau und auch die Vogstbaunerhöfe bei Steinau besucht. Die Traktorfreunde in Königfeld haben uns zum "Traktor-Heck" eingeladen. Außerdem werden wir bei einem Abstecher ins Schwäbische bei Schwäbisch Hall machen, wo wir zu Gast beim bekannten Ausflugslokal "Eiche " in Mainkling sein werden, das weit über die Grenzen der Region als kulinarischer Geheimtipp bekannt ist.
Die Streckenabschnitte sind so bemessen, dass sie bequem mit dem Oldtimertraktor absolviert werden können und auch noch Zeit für Besichtigungen und gemütliches Beisammensein besteht. Übernachtet wird bei Freunden und Bekannten auf Bauernhöfen, beim Unimogmuseum und auch auf Campingplätzen.

Anmeldungen bitte bis 15. August bei Siggi Schneider, schneider.siggi@t-online.de.

 

Die genaue Fahrtroute - einschließlich der Karten - kann man hier einsehen. Ein Klick auf den Link öffnet Google Maps und zeigt die geplante Fahrtstrecke.

Mal Sonne, mal Regen - Erster Pflugtag in Hochheim

04.09.16 Um es vorab zu sagen: Der erste Pflugtag in Hochheim unter Beteiligung des Vereins Historische Landmaschinen Diedenbergen war ein voller Erfolg - auch wenn am zweiten Tag hi und da dicke Regenwolken das Fest "verwässerten" und deshalb der Zuschauerstrom etwas dünner ausfiel. Alle Beteiligten hatten Spaß und es gab wirklich viel zu sehen.

Plakat LMT 2016Das sonore "Plop, Plop, Plop" war weithin zu hören und ließ die Herzen der Traktorfreunde höher schlagen: Gleich zwei bullige Lanz-Schlepper zogen am Samstag gleichzeitig mit ihren Pflügen tiefe Furchen auf dem Gelände der Familie Wirschinger am Rheingaubogen in Hochheim. Keine leichte Arbeit, denn Dieter Engel und Gerd Brunzendorf hatten schweren einen dreischarigen Pflug aus den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts mitgebracht. Und da es für das Gerät keine Gebrauchsanweisung mehr gab, bedurfte es mehrerer Tests, bis sich das Ackergerät mehr als 30 Zentimeter tief in den Boden graben und eine saubere Scholle auflegen konnte. Dann aber war das Ergebnis mehr als zufriedenstellend und selbst die anwesenden Profis aus der Landwirtschaft bescheinigten Fahrer und Bedienungspersonal eine saubere Arbeit.

Zuvor hatten sich ganze Scharen von Fotografen eingefunden, um ein Bild festzuhalten, das bis Mitte der 60er Jahre bei uns noch zu sehen war, aber heute eine echte Rarität ist - ein pferdegezogenes Gespann vor einem einscharigen Pflug. Mächtig legten sich die beiden Schwarzwälder in die Seile, um das schwere Ackergerät zu bewegen und Johann Wirschinger, der mit seinen über 70 Jahren fast die gesamte Mechanisierungswelle der Landwirtschaft im vorigen jahrhundert erlebt hat, ließ es sich nicht nehmen, selbst die Pflughörner in die Hand zu nehmen und die Schar zu lenken.

Sechs Minuten dauerte es, bis eine Reihe, Scholle für Scholle umgelegt war. Da war es schon eine echte Revolution, als die ersten Traktoren Anfang der 50 Jahre aufs Feld kamen. Der kleine Hatz hatte bereits 10 Pferdestärken und war nach knapp zwei Minuten am Ende des Feldes angelangt. Dreimal so schnell, wie die Hafermotoren. Zwei Güldner - Baujahr 1962 - benötigten nur noch eine Minute - zogen aber zwei Furchen gleichzeitig. Und so ging es den ganzen Nachmittag weiter, bis Rudi Noll mit seinem leistungsstarken John Deere und einem Vierscharpflug demonstrierte, wie beim Wettflügen ein Feld für die Saat vorbereitet wird. Zum Schluss der Vorführungen wurde die gepflügte Fläche von einem Kramer-Traktor sauber geegt.

Es gab immer wieder etwas Neues zu entdecken und zu bestaunen. Immer wieder wurden Oldtimer-Traktoren auf die Demonstrationsfläche gefahren und zogen mehr oder weniger "e graad Forch". Und so wuchs die Zuschauerzahl am Nachmittag immer mehr an. Für die zahlreichen Besucher hatte die Familie Wirschinger alles bestens vorbereitet. Neben kühlen Getränken gab es ein reichhaltiges Speisenangebot, für die Kinder eine Strohburg oder ein Bungee-Trampolin. Ein sehr gelungenes Fest, das - auch wenn am Sonntag sich Regen und Sonnenschein abwechselten und das wechselhafte Wetter die Besucherzahl etwas geringer ausfallen ließ - auf alle Fälle im nächsten Jahr wiederholt werden sollte.

Der Main-Taunus-Kurier berichtet hier.

 

Hier gibt es einige Video-Mitschnitte zu sehen:

Pflugtag in Hochheim

22.08.16

Plakat LMT 2016
Nach dem erfolgreichen 13. Schleppertreffen des HLD am ersten Augustwochenende in Diedenbergen, steht das 1. Hochheimer Pflugfest am 3. und 4. September auf dem Vereinsprogramm.

Dankenswerterweise hat das Hochheimer Weingut Wirschinger sein Gelände und auch die große Maschinenhalle am Rheingaubogen in Hochheim zur Verfügung gestellt. Hier sind die Bedingungen für diese Veranstaltung ideal, denn die Ackerfläche ist für Gäste und Zuschauer leicht zuerreichen.

Und es gibt einiges zu sehen: So wie die Landwirte in den Nachkriegsjahren die Felder bestellt haben, können sich die Meisten von uns gar nicht mehr vorstellen. Schweißtreibend die Arbeit mit dem einscharigen Pflug, der mit viel Muskelkraft hinter dem Pferd oder später dem Traktor geführt werden musste.  Was heute ein modener Schlepper in einer Stunde schafft, dafür wurden damals Tage gebraucht.

Der Wandel in der Landwirtschaft war rasant. Statt mit einem oder zwei Hafermotoren zogen die Bauern mit immer mehr dieselgetriebenen Pferdestärken auf die Äcker. Die Pflüge wurden moderner und größer und damit auch die Arbeitsleistung der Landwirte.

Beim Pflugtag wird die landwirtschaftliche Revolution im wahrsten Sinne des Wortes "begreifbar".

Neben den Maschinen und Geräten des Vereins Historische Landmaschinen Diedenbergen können auch Gerätschaften der Gastgeber besichtigt und im Einsatz erlebt werden, denn mit Johann Wirschinger ist ein Zeitzeuge des landwirtschaftlichen Umbruchs aktiv, der selbst noch mit dem Pferdepflug unterwegs war.

Besitzer alter Traktoren und Gerätschaften aus den benachbarten Vereinen sind eingeladen, ebenfalls selbst auf den Feldern aktiv zu werden und " e graad Forch" zu ziehen.

Für das leibliche Wohl der Gäste ist bestens gesorgt.


Weizenernte mit dem Mähbinder

17.08.16 Im Vorfeld des 13. Landmaschinentreffens wurde auch in diesem Jahr wieder das "Futter" für unsere Dreschnmaschinen eingeholt. Anno Respondeck hat uns hierzu den nachfolgenden Bericht geschrieben, zu dem Knut Feix die Bilder bereit gestellt hat.

MähbinderEine der Attraktionen bei unserem 13. Landmaschinentreffen ist das Dreschen von Getreide mit unseren beiden vereinseigenen Dreschmaschinen. Vorher muss das Getreide geerntet werden. Dies geschieht immer ein bis zwei Wochen vor unseren Treffen mit dem Bautz-Mähbinder, der ebenfalls zum Maschinenpark des HLD gehört. Das wechselhafte Wetter dieses Jahres machte die Terminierung des Feldtags zum Lotteriespiel. Einerseits muss der Weizen ausgereift sein, andererseits müssen Ähren und Stroh trocken sein, damit sie nicht schimmeln.
Ganz kurzfristig trafen sich Rudi Noll, Knut Feix, Dieter Engel, Günter Guttropf und Anno Respondeck. um die Ernte einzubringen. Der Mähbinder war bereits vor einigen Wochen überprüft und betriebsbereit gemacht worden, so dass er nur noch angehängt werden musste. Freundlicherweise hat unser Vereinsmitglied Klaus Ehrhardt wieder ein Weizenfeld in der Diedenbergener Gemarkung zur Verfügung gestellt.
Rudi Noll erklomm den Sitz auf dem Binder und fühlte sich in seine Jugendjahre zurückgesetzt: zum letzten Mal hat der heute über Siebzigjährige  mit 12 Jahren zum letzten Mal auf einem derartigen Gerät gesessen. Aber die Bedienung des Binders war im trotzdem noch geläufig und es ging los.
 MähbinderDer Deutz-Traktor Baujahr 1954 zog den Binder eine Reihe nach der anderen über das Weizenfeld und die Arbeit ging zu aller Freude vollkommen problemlos und zügig vonstatten. Dieter Engel hatte kurz überschlagen, dass etwa vier Reihen zu mähen waren. um etwa 200 Garben für das Dreschen zu erhalten. Der Binder arbeitete ohne Störung,  so dass man nach einer guten halben Stunde schon fertig war. Alle Anwesenden war begeistert, wie gut unser Bautz-Binder die Arbeit gemeistert hat und Rudi Noll war voll des Lobes über dieses Gerät.
Anschließend wurden die zwei Wagen geladen, da bereits dunkle Gewitterwolken aufzogen. Das Ernteteam musste sich schon sehr beeilen, um beide Anhänger zu füllen, wobei Dieter Engel das Stapeln auf dem Wagen übernahm. Schnell noch die Ladung mit Seilen gesichert und dann ging es ab in die Scheune. Es blitzte und donnerte bedenklich, aber im letzten Moment wurde die Ernte noch trocken in die Scheune geschafft.
Anschließend wurde der Binder, der noch auf dem Feld stand, auf Vereinsgelände transportiert. Ein kühles Bierchen im Bauwagen war der Lohn für das Ernteteam.

Höchster Kreisblatt, Main-Taunus-Kurier und Hofheimer Zeitung berichten über Schleppertreffen

10.08.16

Plakat LMT 2016Stephanie Kreuzer vom Höchster Kreisblatt hat am Sonntagmorgen das 13. Landmaschinentreffen des Vereins Historische Landmaschinen besucht und über unser Fest berichtet. Den sehr schönen Artikel kann man hier nachlesen.

 

Auch der Main-Taunus-Kurier widmet unserer Veranstaltung einen anerkennenden Artikel.

Dieser Link führt auf die Seite des Main-Taunus-Kuriers und der Hofheimer Zeitung.

Ein herzliches Dankeschön

08.08.16

Allen Helferinnen Plakat LMT 2016und Helfern, die uns so großartig bei der Durchführung des 13. Landmaschinenfestes unterstützt haben, sagen wir ein herzliches Dankeschön!

 Besonders gefreut haben wir uns über die großartige Beteiligung der Diedenberger Vereine, die durch ihre tatkräftige Hilfe sehr zum Gelingen des Festes beigetragen haben. Von den Besuchern wurde auch die reichhaltige Kuchentheke gelobt, die uns von den Frauen des Vereins und vielen Gönnerinnen gespendet wurde.

 

Unser Dank gilt auch den mehren hundert Schlepper- und Oldtimerfreunden, die uns und den vielen Gästen mit ihrem Besuch eine große Freude gemacht haben.

Wir haben zusammen ein schönes Fest gefeiert und freuen uns schon heute auf das nächste Landmaschinentreffen in Diedenbergen.

Sonnenschein und Dieselduft

08.08.16 Viele Besucher beim 13. Landmaschinentreffen in Diedenbergen

Plakat LMT 2016

„Wenn ich groß bin, kaufe ich mir auch einen Traktor, und dann darfst Du mit mir fahren“ – Die Augen des Dreijährigen strahlen vor Freude, als er auf dem bulligen Lanz-Traktor in den viel zu großen Sitz steigen darf, um dann am Lenkrad zu drehen. Und der daneben stehende Papa ist genau so fasziniert wie der kleine Technikfan von der robusten Technik. Ob er tatsächlich später einmal auf dem Kotflügelsitz eines betagten Ackerschleppers sitzen wird, den dann sein erwachsener Sohn lenkt, das steht noch in den Sternen. Aber heute haben die beiden beim 13. Schleppertreffen des Vereins Historische Landmaschinen Diedenbergen (HLD) sichtlich Spaß, und bis es nach Hause geht, werden der Dreikäsehoch und sein Vater noch auf ganz vielen Traktoren sitzen und von gemeinsamen Ausfahrten träumen…
Auf der großen Wiese an der Rennbahn in Diedenbergen mit dem fantastischen Ausblick auf die Frankfurter Skyline sind sie aufgereiht, die Ackerboliden des vergangenen Jahrhunderts: Die Porsche-Schlepper, die Hatz-Traktoren und die Lanzbulldogs und all die vielen anderen Marken, die es heute längst nicht mehr gibt. Teilweise über viele Jahre hinweg bis zur allerletzten Schraube restauriert und im Lackglanz der Tage, als sie die Fabrik verlassen haben. Andere sind in dem Zustand, in dem sie in den Ruhestand gegangen sind – mit im harten Arbeitseinsatz zugezogenen Beulen, mit der Patina eines langen schweren Landlebens. Aber sie werden von ihren Besitzern mit viel Mühe und Sachverstand sorgfältig betriebsbereit erhalten, denn oft sind sie ein Familienstück, aus der Zeit, als der Opa noch ein Landwirt war.
Plakat LMT 2016„Es war richtig, wieder an den alten Veranstaltungsort zurückzukehren“, sagt der Vorsitzende des Vereins Historische Landmaschinen, Anno Respondeck, der das zweitägige Technikspektakel zum 13. Mal veranstaltet. Für den Verein eine Glückszahl, denn die Mühen der rund 80 Mitglieder des Vereins werden mit strahlendem Sonnenschein und vielen tausend Besuchern belohnt. Die drängen sich dann auch bei den Vorführungen an den urtümlichen Dreschmaschinen, die über lange Transmissionsriemen von tuckernden Schleppern angetrieben werden. Die älteren der Besucher erinnern sich noch, als diese ratternden Ungetüme mit ihren Bedienungsmannschaften über die Ortschaften zogen, um in den Bauernhöfen das gebündelte Getreide von Spelzen und Korn zu befreien. Eine schwere, staubige Arbeit, die erkennen lässt, wie mühevoll die Arbeit unserer Vorfahren bei der Ernte war. Auch der Traktorlaufsteg, bei dem ausgewählte Schlepper von Anno Respondeck fachkundig und detailliert vorgestellt werden, ist ein Publikumsmagnet. Wieder wird hier deutlich, wie die rasante technische Entwicklung die Landwirtschaft im vergangenen Jahrhundert die Arbeit auf dem Feld und auf dem Hof verändert hat. Ganz augenscheinlich wird dies aber , wenn ein betagter Vorkriegsschlepper mit 11 PS über den Laufsteg tuckert, während im Hintergrund ein nagelneuer elektronikgespickter Traktor mit mehr als 300 Pferdestärken und mannshohen Rädern präsentiert wird.
„Wir wollen ein Fest für die ganze Familie veranstalten. Deshalb erheben wir auch keinen Eintritt“, sagt der HLD-Vorsitzende und ist sichtlich zufrieden, denn dieser Ansatz ist den Diedenberger Schlepperfreunden sichtlich gelungen. Hunderte Familien mit Kindern tummeln sich auf dem Festgelände. Aus dem Festzelt dringt die schwungvolle Blasmusik der Ländchesmusikanten und fröhliches Kindergeschrei ist von der großen Strohburg zu hören. Kinderkarussell, Riesentrampolin und viele weitere Attraktionen vervollständigen das Angebot.
Erst am späten Sonntagnachmittag lichten sich die Reihen der ausgestellten Traktoren. Viele der Schlepperfreunde haben noch eine lange Rückreise vor sich. Auch unser kleiner Schlepperfreund lässt sich endlich überreden, nach Hause zu gehen. Opa hat ihm den Abschied von den Schleppern etwas leichter gemacht und einen Spielzeugschlepper gekauft, den er stolz nach Hause trägt. Und dort wird er im Kinderzimmer seine eigene Traktorausstellung aufbauen…                                 Fotos: Andre Seuberth  -schn.-