Pflugtag in Hochheim

22.08.16

Plakat LMT 2016
Nach dem erfolgreichen 13. Schleppertreffen des HLD am ersten Augustwochenende in Diedenbergen, steht das 1. Hochheimer Pflugfest am 3. und 4. September auf dem Vereinsprogramm.

Dankenswerterweise hat das Hochheimer Weingut Wirschinger sein Gelände und auch die große Maschinenhalle am Rheingaubogen in Hochheim zur Verfügung gestellt. Hier sind die Bedingungen für diese Veranstaltung ideal, denn die Ackerfläche ist für Gäste und Zuschauer leicht zuerreichen.

Und es gibt einiges zu sehen: So wie die Landwirte in den Nachkriegsjahren die Felder bestellt haben, können sich die Meisten von uns gar nicht mehr vorstellen. Schweißtreibend die Arbeit mit dem einscharigen Pflug, der mit viel Muskelkraft hinter dem Pferd oder später dem Traktor geführt werden musste.  Was heute ein modener Schlepper in einer Stunde schafft, dafür wurden damals Tage gebraucht.

Der Wandel in der Landwirtschaft war rasant. Statt mit einem oder zwei Hafermotoren zogen die Bauern mit immer mehr dieselgetriebenen Pferdestärken auf die Äcker. Die Pflüge wurden moderner und größer und damit auch die Arbeitsleistung der Landwirte.

Beim Pflugtag wird die landwirtschaftliche Revolution im wahrsten Sinne des Wortes "begreifbar".

Neben den Maschinen und Geräten des Vereins Historische Landmaschinen Diedenbergen können auch Gerätschaften der Gastgeber besichtigt und im Einsatz erlebt werden, denn mit Johann Wirschinger ist ein Zeitzeuge des landwirtschaftlichen Umbruchs aktiv, der selbst noch mit dem Pferdepflug unterwegs war.

Besitzer alter Traktoren und Gerätschaften aus den benachbarten Vereinen sind eingeladen, ebenfalls selbst auf den Feldern aktiv zu werden und " e graad Forch" zu ziehen.

Für das leibliche Wohl der Gäste ist bestens gesorgt.


Weizenernte mit dem Mähbinder

17.08.16 Im Vorfeld des 13. Landmaschinentreffens wurde auch in diesem Jahr wieder das "Futter" für unsere Dreschnmaschinen eingeholt. Anno Respondeck hat uns hierzu den nachfolgenden Bericht geschrieben, zu dem Knut Feix die Bilder bereit gestellt hat.

MähbinderEine der Attraktionen bei unserem 13. Landmaschinentreffen ist das Dreschen von Getreide mit unseren beiden vereinseigenen Dreschmaschinen. Vorher muss das Getreide geerntet werden. Dies geschieht immer ein bis zwei Wochen vor unseren Treffen mit dem Bautz-Mähbinder, der ebenfalls zum Maschinenpark des HLD gehört. Das wechselhafte Wetter dieses Jahres machte die Terminierung des Feldtags zum Lotteriespiel. Einerseits muss der Weizen ausgereift sein, andererseits müssen Ähren und Stroh trocken sein, damit sie nicht schimmeln.
Ganz kurzfristig trafen sich Rudi Noll, Knut Feix, Dieter Engel, Günter Guttropf und Anno Respondeck. um die Ernte einzubringen. Der Mähbinder war bereits vor einigen Wochen überprüft und betriebsbereit gemacht worden, so dass er nur noch angehängt werden musste. Freundlicherweise hat unser Vereinsmitglied Klaus Ehrhardt wieder ein Weizenfeld in der Diedenbergener Gemarkung zur Verfügung gestellt.
Rudi Noll erklomm den Sitz auf dem Binder und fühlte sich in seine Jugendjahre zurückgesetzt: zum letzten Mal hat der heute über Siebzigjährige  mit 12 Jahren zum letzten Mal auf einem derartigen Gerät gesessen. Aber die Bedienung des Binders war im trotzdem noch geläufig und es ging los.
 MähbinderDer Deutz-Traktor Baujahr 1954 zog den Binder eine Reihe nach der anderen über das Weizenfeld und die Arbeit ging zu aller Freude vollkommen problemlos und zügig vonstatten. Dieter Engel hatte kurz überschlagen, dass etwa vier Reihen zu mähen waren. um etwa 200 Garben für das Dreschen zu erhalten. Der Binder arbeitete ohne Störung,  so dass man nach einer guten halben Stunde schon fertig war. Alle Anwesenden war begeistert, wie gut unser Bautz-Binder die Arbeit gemeistert hat und Rudi Noll war voll des Lobes über dieses Gerät.
Anschließend wurden die zwei Wagen geladen, da bereits dunkle Gewitterwolken aufzogen. Das Ernteteam musste sich schon sehr beeilen, um beide Anhänger zu füllen, wobei Dieter Engel das Stapeln auf dem Wagen übernahm. Schnell noch die Ladung mit Seilen gesichert und dann ging es ab in die Scheune. Es blitzte und donnerte bedenklich, aber im letzten Moment wurde die Ernte noch trocken in die Scheune geschafft.
Anschließend wurde der Binder, der noch auf dem Feld stand, auf Vereinsgelände transportiert. Ein kühles Bierchen im Bauwagen war der Lohn für das Ernteteam.

Höchster Kreisblatt, Main-Taunus-Kurier und Hofheimer Zeitung berichten über Schleppertreffen

10.08.16

Plakat LMT 2016Stephanie Kreuzer vom Höchster Kreisblatt hat am Sonntagmorgen das 13. Landmaschinentreffen des Vereins Historische Landmaschinen besucht und über unser Fest berichtet. Den sehr schönen Artikel kann man hier nachlesen.

 

Auch der Main-Taunus-Kurier widmet unserer Veranstaltung einen anerkennenden Artikel.

Dieser Link führt auf die Seite des Main-Taunus-Kuriers und der Hofheimer Zeitung.

Ein herzliches Dankeschön

08.08.16

Allen Helferinnen Plakat LMT 2016und Helfern, die uns so großartig bei der Durchführung des 13. Landmaschinenfestes unterstützt haben, sagen wir ein herzliches Dankeschön!

 Besonders gefreut haben wir uns über die großartige Beteiligung der Diedenberger Vereine, die durch ihre tatkräftige Hilfe sehr zum Gelingen des Festes beigetragen haben. Von den Besuchern wurde auch die reichhaltige Kuchentheke gelobt, die uns von den Frauen des Vereins und vielen Gönnerinnen gespendet wurde.

 

Unser Dank gilt auch den mehren hundert Schlepper- und Oldtimerfreunden, die uns und den vielen Gästen mit ihrem Besuch eine große Freude gemacht haben.

Wir haben zusammen ein schönes Fest gefeiert und freuen uns schon heute auf das nächste Landmaschinentreffen in Diedenbergen.

Sonnenschein und Dieselduft

08.08.16 Viele Besucher beim 13. Landmaschinentreffen in Diedenbergen

Plakat LMT 2016

„Wenn ich groß bin, kaufe ich mir auch einen Traktor, und dann darfst Du mit mir fahren“ – Die Augen des Dreijährigen strahlen vor Freude, als er auf dem bulligen Lanz-Traktor in den viel zu großen Sitz steigen darf, um dann am Lenkrad zu drehen. Und der daneben stehende Papa ist genau so fasziniert wie der kleine Technikfan von der robusten Technik. Ob er tatsächlich später einmal auf dem Kotflügelsitz eines betagten Ackerschleppers sitzen wird, den dann sein erwachsener Sohn lenkt, das steht noch in den Sternen. Aber heute haben die beiden beim 13. Schleppertreffen des Vereins Historische Landmaschinen Diedenbergen (HLD) sichtlich Spaß, und bis es nach Hause geht, werden der Dreikäsehoch und sein Vater noch auf ganz vielen Traktoren sitzen und von gemeinsamen Ausfahrten träumen…
Auf der großen Wiese an der Rennbahn in Diedenbergen mit dem fantastischen Ausblick auf die Frankfurter Skyline sind sie aufgereiht, die Ackerboliden des vergangenen Jahrhunderts: Die Porsche-Schlepper, die Hatz-Traktoren und die Lanzbulldogs und all die vielen anderen Marken, die es heute längst nicht mehr gibt. Teilweise über viele Jahre hinweg bis zur allerletzten Schraube restauriert und im Lackglanz der Tage, als sie die Fabrik verlassen haben. Andere sind in dem Zustand, in dem sie in den Ruhestand gegangen sind – mit im harten Arbeitseinsatz zugezogenen Beulen, mit der Patina eines langen schweren Landlebens. Aber sie werden von ihren Besitzern mit viel Mühe und Sachverstand sorgfältig betriebsbereit erhalten, denn oft sind sie ein Familienstück, aus der Zeit, als der Opa noch ein Landwirt war.
Plakat LMT 2016„Es war richtig, wieder an den alten Veranstaltungsort zurückzukehren“, sagt der Vorsitzende des Vereins Historische Landmaschinen, Anno Respondeck, der das zweitägige Technikspektakel zum 13. Mal veranstaltet. Für den Verein eine Glückszahl, denn die Mühen der rund 80 Mitglieder des Vereins werden mit strahlendem Sonnenschein und vielen tausend Besuchern belohnt. Die drängen sich dann auch bei den Vorführungen an den urtümlichen Dreschmaschinen, die über lange Transmissionsriemen von tuckernden Schleppern angetrieben werden. Die älteren der Besucher erinnern sich noch, als diese ratternden Ungetüme mit ihren Bedienungsmannschaften über die Ortschaften zogen, um in den Bauernhöfen das gebündelte Getreide von Spelzen und Korn zu befreien. Eine schwere, staubige Arbeit, die erkennen lässt, wie mühevoll die Arbeit unserer Vorfahren bei der Ernte war. Auch der Traktorlaufsteg, bei dem ausgewählte Schlepper von Anno Respondeck fachkundig und detailliert vorgestellt werden, ist ein Publikumsmagnet. Wieder wird hier deutlich, wie die rasante technische Entwicklung die Landwirtschaft im vergangenen Jahrhundert die Arbeit auf dem Feld und auf dem Hof verändert hat. Ganz augenscheinlich wird dies aber , wenn ein betagter Vorkriegsschlepper mit 11 PS über den Laufsteg tuckert, während im Hintergrund ein nagelneuer elektronikgespickter Traktor mit mehr als 300 Pferdestärken und mannshohen Rädern präsentiert wird.
„Wir wollen ein Fest für die ganze Familie veranstalten. Deshalb erheben wir auch keinen Eintritt“, sagt der HLD-Vorsitzende und ist sichtlich zufrieden, denn dieser Ansatz ist den Diedenberger Schlepperfreunden sichtlich gelungen. Hunderte Familien mit Kindern tummeln sich auf dem Festgelände. Aus dem Festzelt dringt die schwungvolle Blasmusik der Ländchesmusikanten und fröhliches Kindergeschrei ist von der großen Strohburg zu hören. Kinderkarussell, Riesentrampolin und viele weitere Attraktionen vervollständigen das Angebot.
Erst am späten Sonntagnachmittag lichten sich die Reihen der ausgestellten Traktoren. Viele der Schlepperfreunde haben noch eine lange Rückreise vor sich. Auch unser kleiner Schlepperfreund lässt sich endlich überreden, nach Hause zu gehen. Opa hat ihm den Abschied von den Schleppern etwas leichter gemacht und einen Spielzeugschlepper gekauft, den er stolz nach Hause trägt. Und dort wird er im Kinderzimmer seine eigene Traktorausstellung aufbauen…                                 Fotos: Andre Seuberth  -schn.-

Jahresfahrt führt in den Schwarzwald

01.02.16

Jetzt mit detaillierter Fahrtstrecke

Die schönsten Seiten des Schwarzwaldes werden die Teilnehmer der diesjährigen Jahresfahrt erleben, die vom 11. bis 22. September stattfinden wird. Kreuz und quer durch eines der schönsten Mittelgebirge Deutschlands auf kleinsten und allerkleinsten Straße. Wieder wird die Strecke knapp 900 Kilometer lang sein und eine ganze Menge Sehenswürdigkeiten berühren. Unter anderem werden das Technikmuseum in Sinsheim, das Unimogmuseum in Gaggenau und auch die Vogstbaunerhöfe bei Steinau besucht. Die Traktorfreunde in Königfeld haben uns zum "Traktor-Heck" eingeladen. Außerdem werden wir bei einem Abstecher ins Schwäbische bei Schwäbisch Hall machen, wo wir zu Gast beim bekannten Ausflugslokal "Eiche " in Mainkling sein werden, das weit über die Grenzen der Region als kulinarischer Geheimtipp bekannt ist.
Die Streckenabschnitte sind so bemessen, dass sie bequem mit dem Oldtimertraktor absolviert werden können und auch noch Zeit für Besichtigungen und gemütliches Beisammensein besteht. Übernachtet wird bei Freunden und Bekannten auf Bauernhöfen, beim Unimogmuseum und auch auf Campingplätzen.

Anmeldungen bitte bis 15. August bei Siggi Schneider, schneider.siggi@t-online.de.

 

Die genaue Fahrtroute - einschließlich der Karten - kann man hier einsehen. Ein Klick auf den Link öffnet Google Maps und zeigt die geplante Fahrtstrecke.