Dicke Bretter - Das Projekt Sägewerk

Sägewerk Tippgeber

Der HLD sägt auch „Dicke Bretter"  Das größte Projekt in der bisherigen Geschichte des HLD ist sicherlich der  Wiederaufbau des  historischen Sägewerkes aus Oberseelbach. Zu diesem Stadtteil von Niedernhausen hat der HLD von Anfang an gute Beziehungen, weil es dort ein sehr familiäres Traktortreffen gibt. Man besucht sich gegenseitig und so entstehen Freundschaften.

Bei einem der Treffen im benachberten Niederseelbach kam auch das Gespräch auf das alte Sägewerk am Rande des Ortes. Es sollte abgerissen und verschrottet werden. In den Augen der HLDler geradezu ein Sakrileg. So entstand der Gedanke, das tonnenschwere Gatter samt Halle, großer Dieselmotoren und Zubehör abzubauen und in Diedenbergen wieder zu errichten, um es für spätere Generationen zu erhalten. Immerhin stammt es – das Typenschild ist noch vorhanden – aus dem Jahr 1936 und wurde in Breslau gebaut. Um 1962 kam es in den Taunus und war dort bis Anfang 2002 in Betrieb, bevor es stillgelegt wurde.

Schon der Abbau des Sägewerkes war ein Kraftakt und dauerte meh- rere Wochenenden. Er konnte nur bewältigt werden, weil zum einen viele Mitglieder anpackten - darunter Frank Dietrich, Holger Müller, Alex und Marius Kühmichel, Bodo Rosenberg, Manfred Schneider, Anno Respondeck, Steffen Fischer, Norbert Müller, Jürgen Kleber und   Roland   Günther,   zum   anderen,   weil   das   befreundete Bauunternehmen Kies Klippert schweres Gerät – Kran und Tieflader - bereitstellte.

Das Sägewerk wurde auf dem Vereinsgelände zwischen-gelagert, um es schnellstmöglich wieder aufzubauen. Doch das ist leichter gesagt als getan, denn hierfür wird ein Gelände benötigt. Es ist dem   Verhandlungsgeschick des derzeitigen Vorstandes zu verdanken, dass der Kauf eines Grundstücks in greifbare Nähe gerückt ist. Hier hat vor allem der Vorsitzende Anno Respondeck wahrlich "dicke Bretter ge sägt". Wobei nicht verschwiegen werden soll, dass manchmal schon der   Gedanke   aufkam,   die   Hallen-Balken   mittwochs   beim Lagerfeuertreffen zu verheizen und das Sägewerk zu verschrotten, weil immer wieder neue Widrigeiten aufkamen.

Jetzt ist Licht am "Ende des "Gatter-Tunnels" zu sehen: Ein ortsansässiger Architekt hat kostenlos die Zeichnungen für die Bauvoranfrage erstellt, die bereits positiv beschieden wurde. Jetzt wird der Bauantrag gestellt. Und wenn der dann genehmigt wird, wird das historische Sägewerk als Industriedenkmal eine Wiederauferstehung feiern und zeigen können, wie diese alte Technik funktioniert.

Doch bis der erste Stamm gesägt ist, wird noch mancher Tropfen Schweiß der HLD- Mitglieder    fließen    und    auch    einiger    Apfelwein    beim Mittwochslagerfeuer getrunken werden.

 

 

Der Schwiegervater von Michael Zeigner hatte das alte Sägewerk au dem Odenwald geholt in in Oberseelbach aufgebaut, wo es bis 2002 seinen Dienst tat.